Herzlich willkommen!
In Kooperation mit dem August-Hermann-Francke-Gymnasium Detmold lädt das Museum zu großen Theateraufführung zum 250. Jahrestag russlanddeutscher Geschichte ein.
250 Jahre russlanddeutscher Geschichte
Der Kolonistenbrief oder das (Auswanderer-) Manifest von Katharina II. löste ab 1763 eine massenhafte Auswanderung aus Deutschland nach Russland aus. Die Nachfahren dieser Auswanderer sind v.a. in den 1980er und 1990er zum großen Teil wieder nach Deutschland zurückgewandert; sie sind die Russlanddeutschen. In Kooperation mit dem Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte wird die Geschichte der Deutschen aus Russland vom 12er Literaturkurs des August-Hermann-Francke-Gymnasiums Detmold in Form eines Theaterstücks für die Jubiläumsveranstaltung erarbeitet und aufgeführt.
Das Gras unter unseren Füßen
Was ist Heimat, wo ist man zuhause, aus was setzt sich die eigene Identität zusammen? Solche Fragen stellen sich dem nicht, dessen Vorfahren seit Generationen an dem gleichen Flecken sitzen. Wie anders ist da der Blick zurück für eine Volksgruppe, deren Väter und Mütter in einem wahrhaft riesigen Land von den Wellen der politischen Umwälzungen hin- und hergeworfen wurden? Sie brauchen länger, um sich diese Fragen zu beantworten.
Aber die Suche nach der Vergangenheit bringt auch immer ein tieferes Verstehen der Gegenwart und eine größere Hoffnung für die Zukunft. Und Geschichte; das sind immer Menschen, die in ihrer eigenen privaten Welt die großen Dinge abbilden. Und der Impuls, die Gegensätze miteinander zu vereinen, liegt in der Liebe zwischen zwei Menschen, welche dann die eigentliche Kraft ihrer eigenen Geschichte ist.
Dies sind die Ingredienzien, aus denen sich das Stück „Das Gras unter unseren Füßen“ zusammensetzt. Es ist die Geschichte einer Familie über viele Generationen hinweg. Die Alten geben den Jungen den Stab weiter, bis diese selbst bei der Hochzeit der Enkel stehen und mit klügeren Augen auf die neuen Zeiten sehen. Ebenso wissen sie dann auch, dass jeder seine eigenen Erfahrungen machen und seinen eigenen Weg finden muss. Ihre Hoffnung ist dann der Wegweiser für die nächsten Generationen.
Die Schirmherrschaft über Veranstaltungen zum 250. Jahrestag hat freundlicherweise Dr. Christoph Bergner, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, übernommen. Gefördert wird diese Veranstaltung vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, sowie von der Bezirksregierung Detmold und der Bezirksregierung Arnsberg in NRW.
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